Rückblick auf 40 Jahre Gemeinnütziger Verein Dörrenberg Stiefelhagen Buschhausen e.V.

 

Lieber Besucher unserer Homepage ,

unser Verein bestand im Jahre 2001 genau 40 Jahre.

Aus diesem Grund möchte ich einen kurzen Streifzug durch die 40 Jahre Vereinsgeschichte machen.

Ich glaube, für den einen oder anderen Ureinwohner wird damit sicher manche Erinnerung wach und ihr, liebe Gäste, erfahrt hoffentlich interessante Informationen über unseren Verein.

Wir zählen das Jahr 1961, es muß nach dem Ründerother Schützenfest gewesen sein, als bei einigen Männern aus den drei Ortschaften Dörrenberg, Stiefelhagen und Buschhausen die Idee geboren wurden, zum Vergnügen der Männer ebenfalls ein Vogelschießen zu veranstalten Einen Vogel fertigte Werner Wirth an und man zog in die „Böken „ - das ist der kleine Wald Ortsausgang Dörrenberg Richtung Oesinghausen-. Erster Schützenkönig wurde Rolf Kenntemich.

Die anschließende Königskrönung fand im Gasthof Hardt statt, bei der es hoch herging. Hier entstand erstmals auch die Bezeichnung und der Schlachtruf DöStieBu.

In den zwei folgenden Jahren reichte bei den Feiern noch der Gasthof Hardt aus.

1964 entschloss sich der damalige Wirt Ernst Haarmann, das Fest in eigener Regie in einem Festzelt zu feiern . Das 400 Personen fassende Festzelt war bei der damaligen Königkrönung rappelvoll. Als Tanzkapelle wurde die Feuerwehrkapelle Marienhagen verpflichtet, die danach viele Jahre bei uns spielten. Zur weiteren Unterhaltung sorgten der MGV Oesinghausen, sowie der Spielmannszug der Feuerwehr Ründeroth. Ein Autokorso wurde ebenfalls veranstaltet.

Nach diesem gelungenen Fest reifte der Gedanke, den losen Zusammenschluss der Schützengilde in einem richtigen Verein zu festigen. So fand dann am 2. Oktober 1964 die Gründungsversammlung des allgemeinnützigen Vereins der Ortschaften Dörrenberg Stiefelhagen und Buschhausen in der Gaststätte Hardt statt.

Folgende Herren waren die Vereinsgründer: Hans Bertram, Ulrich Berger, Horst Clemens, Klaus Clemens, Karl Clemens, Helmut Fuchs, Werner Frommhold, Rolf Göckel, Adolf Goller, Karl Hardt, Wolfgang Hardt, Kurt Kleinjung, Helmut Knorr, Klaus Lusa Victor Lusa, Karl Maurer, Erich Mohr, Hans Menden, Fritz Noss, Fritz Romeikat, Willi Ruzicka, Walter Rettberg, Wilhelm Ruppel, Conrad Schumacher, Hermann Schumacher, Egon Schumacher, August Schmidt, Ernst Stöcker, Erwin Voth, Helmut Wiefel, Reinhold Wirch und Werner Wirth.

Der damalige Vorstand bestand aus dem

1.   Vorsitzenden Karl Hardt

2.   Vorsitzender Ulrich Berger

1. Schriftführer Wilhelm Ruppel

2. Schriftführer Fritz Noß

Kassierer -wie konnte es anders sein- Hermann Schumacher

  Die Aufgaben des Verein sollten sein:

      Aufbau von Ruhebänken,

      Errichtung von Kinderspielstätten

     und -wenn nötig- Nachbarschaftshilfe.

Es konnte wohl niemand ahnen, dass die Nachbarschaftshilfe noch in der gleichen Nacht benötigt wurde. Drei Stunden nachdem der offizielle Teil der Vereinsgründung vorbei war, so um 3 Uhr Morgens, fing eine Kuh von August Schmidt an zu kalben. Was lag näher, als dass die letzten, ersten Vereinsgründer, die noch feucht fröhlich das Ereignis diskutierten, sich als Geburtshelfer betätigten.

Wie man sagt, sollen sie gründliche Arbeit geleistet haben, auch im Kühlschrank des erschöpften August Schmidt- so lt. Protokoll vom 7.10.64.

Das Leben im neuen Verein pulsierte Besonderes Augenmerk galt der Herrichtung eines Platzes für das Festzelt auf einer Weide unterhalb von Dörrenberg, In dem hängigen Gelände wurde eine entsprechende Fläche planiert und rundherum Holzkonstruktionen für Wurst- Schieß- und Bierstände errichtet.

Diverse Probleme hatte der Verein bei den nachfolgenden Festen zu meistern. Einmal sagte wenige Tage vor dem Fest ein Zeltverleiher ab. Der Vorstand bildete einen Krisenstab, der dann nach hektischen Suchen im Sauland einen neuen Zeltverleiher auftat. Dies war die Firma Lütticke aus Dumicke, die bis zum Bau unserer neuen Halle die Zelte lieferte.

Bei einem anderen Fest regnete es beim Aufbau ununter-

Brochen und Freitagnacht spielte ein Sturm dem Zelt und den Außenständen übel mit. Wie gut haben wir es doch heute. Wir sitzen geschützt und warm auf bequemen Stühlen hier und trinken gemütlich unser Kölsch.

Da der Platz in Dörrenberg doch recht uneben war, wuchs 1969/70 der Wunsch nach einem größeren Festplatz. So beauftragte die Hauptversammlung 1971 den Vorstand, sich im laufenden Flurbereinigungsverfahren um die Zuteilung eines Festplatzes in Buschhausen zu bemühen.

Diese Bemühungen waren erfolgreich .1974 konnte der Verein das heutige Gelände erwerben. In den Jahren 1974/1975 wurde das Gelände abgeholzt und der Boden mit einem Räumer planiert. Es wurden Wasser- und Stromanschlüsse verlegt, der Platz abgesplittet und eine Wurst - und Schießbude errichtet.

In 1977 wurde eine Grillhütte erstellt. Für die Jugend wurden Fußballtore aufgestellt. Und erstmals wurde der Platz vermietet .

1982 haben wir dann das Anbauzelt an die Wurstbude gebaut.

1989, wir konnten die Bauerei nicht lassen , wurde unsere Toilettenanlage komplett in Eigenleistung erstellt. Bis dahin wurde auf unserem Dorffest immer ein Toilettenwagen bereitgestellt, und unter dem Jahr musste man seine Notdurft in einem kleinen Häuschen mit Herz im Wald verrichten.

1992/ haben die Männer um Frank Bosch aus dem Schlund

- auch Schlundspechte genannt- die Wippe und den Turm mit Rutschbahn gebaut.

Nachdem in den nächsten Jahren die Besucherzahlen auf unseren Festen immer mehr nachließen , die Fixkosten, insbesondere die Zeltmiete, aber immer höher wurden und demzufolge bei einem Fest kaum noch Geld übrig blieb, kam im Sommer 1993 , nachdem mir Herr Dr. Brovot von der Fa. Megamos eine Halle von 33 x 11 m angeboten hatte, der Gedanke an ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus.

Die Halle der Fa. Megamos haben wir noch im September, Oktober 1993 abgebaut und auf unserem Festplatz winterfest gelagert. Um auf unserem Platz überhaupt weiter bauen zu können, war die Änderung des Flächennutzungsplans nötig.

Die Änderung des Flächennutzungsplan und die anschließende Baugenehmigung haben sich dann noch bis zum 30.05.1997 hingezogen, bis wir endlich anfangen konnten.

1997 haben wir unser Dorffest - als Richtfest- im Rohbau gefeiert.

1999 waren wir dann endlich mit unserer Halle fertig

Erstmals wurde dann Silvester 1999 eine große Silvesterparty mit gigantischem Feuerwerk gefeiert.

Trotz all der vielen Arbeit mit Neubauten wurden seit 1965 alle Stände auf unserem Fest mit eigenen Leuten besetzt, und so ist es auch verständlich, dass im Jahre 1985 unsere Damen nicht mehr immer nur arbeiten, sondern auch ihr Vergnügen haben wollten.

Seither schießen sie Montagnachmittags die Hippenkönigin aus.

Zum Abschluss möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass

der erste Vorsitzende Karl Hardt - genannt Charly- den Verein 25 Jahr führte, bis er 1987 von Hans Gries abgelöst wurde. Hans Gries wurde 1992 dann von mir abgelöst.

Als erster Kassierer führte Hermann Schumacher bis 1991

- also sage und schreibe 30 Jahre- die Kasse des Gem. Vereins bzw. der damaligen Schützengilde. Er wurde von Karin Wiefel abgelöst.

Damit beende ich den Streifzug durch 40 Jahre DöStieBu Geschichte .

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitgliedern recht herzlich bedanken, die dem Verein 40 Jahre lang die Treue gehalten haben und immer, wenn es etwas zu tun gab, zur Stelle waren.

 

1. Vorsitzender Klaus Noß