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46 50 Jahre – eine starke Gemeinschaft sich ein allgemeiner Frühschoppen anschließt. Nach dem Kindervogel- schießen, der Kinderbelustigung und der Altenfeier klingt der Sonntag aus. Am Montagmorgen folgt ein Früh- schoppen der Schützen, bei dem inzwi- schen von unsern „Starköchen“ auch Speisen angeboten werden, um den Alkohol verträglicher zu machen. In den 1980er-Jahren gab es häufig Hering oder Matjesfilet mit Salzkartoffeln, die Ursula Herr und Willi Nolte aus Wuppertal servierten. Diese beiden hatten einen Wohnwagen auf der angrenzenden Wiese stehen und haben dort viel Zeit verbracht, vor allem wenn gefeiert wurde. Am Nachmittag ermitteln die Frauen ihre Bergziegenkönigin und nach der abendlichen Krönung aller Majestäten wird bis in den frühen Morgen gefeiert. Zur Krönung am Montagabend lassen sich die jeweiligen Ortschaften stets etwas Besonderes einfallen, um ihren König ins Festzelt zu geleiten. Klaus Lusa, der die Krönung ohne seine in Griechenland urlaubende Frau Christel überstehen musste, wurde passend zu Beruf und Hobby mit einer prächtigen Beiwagenmaschine ins Festzelt gefah- ren und hatte auch noch zwei befreun- dete Künstler im Schlepptau, die später das Publikum erheiterten. Für die Musik waren die „Walter-Teit- scheid-Combo“ aus Bochum und die Bröltaler Musikanten zuständig. Anlässlich der Deutschen Wiederver- einigung wurde am Vorabend des 3. Oktobers 1990 auf dem Festplatz eine von der Gemeinde Engelskirchen gestiftete Linde gepflanzt und ein Stein mit einer Erinnerungsplatte aufgestellt. In einer kleinen Feierstunde mit vielen interessierten Mitgliedern würdigte Vorsitzender Hans Gries dieses histori- sche Ereignis und verlas ein Grußwort der Gemeinde Engelskirchen. Inzwi- schen hat diese Linde bereits eine beachtliche Größe erreicht. In der Vorstandssitzung am 9. Januar 1991 wurde über eine Fremdbewirt- schaftung beim Dorffest durch einen Metzger, Imbissunternehmen o. Ä. be- raten, wie dies damals der Schützenver- ein Ründeroth praktizierte. Mehrheit- lich wurde eine solche Lösung für nicht sinnvoll angesehen; mit 11 gegen zwei Stimmen wurde auch die Abrechnung mit Bons abgelehnt, was sich dann zu einem späteren Zeitpunkt aber doch durchgesetzt hat. In der Jahreshauptversammlung am 2. März 1991 ist unser seit der Vereins- gründung tätiger Kassenwart Hermann Schumacher ausgeschieden und unter Beifall der Versammlung zum Ehrenmit- glied ernannt worden. Zur Nachfolgerin wurde Karin Wiefel gewählt, die dieses Amt immer noch ausübt. Überhaupt ist der Verein in den 50 Jahren des Bestehens sparsam mit seinem Spitzenpersonal umgegangen. Er brachte es nur auf drei Vorsitzende, einen Hauptkassierer und eine Haupt- kassiererin. Wegen Desinteresse und Tanzunlust der Mitglieder ist das Frühlingsfest vor einigen Jahren aufgegeben worden. Auf Antrag vieler Mitglieder wurde beschlossen, es künftig wieder durch- zuführen. Inzwischen findet es im Anschluss an die Jahreshauptversamm- lung statt. Von einem Tanzabend kann allerdings weiterhin nicht die Rede sein. Das sah in der Gründungszeit ganz anders aus. 1991 Entsprechend dem Beispiel der Dorfge- meinschaft „Sauhausen“ 1990 sollte die Bereitschaft zur Durchführung einer Veranstaltung am Himmelfahrtstag geprüft werden. Die Resonanz auf das Rundschreiben vom 5. März 1991 (vier Meldungen) war so gering, dass sich das Thema erledigte. Ab 1994 wurde diese Veranstaltung zu einem Renner, was sicher etwas mit dem am Spieß gebratenen Schwein zu tun hat. Das dreißigste Dorffest fand vom 31. August bis 2. September 1991 statt. Der Beginn im August ergibt sich, weil als Stichtag der jeweils erste Sonntag im September gilt. Schützenkönig wurde zum zweiten Mal nach 1978 Helmut Wiefel (303 Schuss). Bergziegenkönigin wurde Elke Burg- hardt (148 Schuss) und Kinderkönig Marcel Bosch. Bei gutem Wetter hat sich der zuletzt rückläufige Besuch des Festes wieder etwas stabilisiert. Zur Krönung am Montagabend fand sich neben den vorstehenden Majestä- ten laut dem Oberbergischen Anzeiger vom 4. September auch der Saukönig aus Busch-/Sauhausen, Dietrich Adolphs, ein. Musik: Golden-Sound- Quintett und die Bröltaler Musikanten aus Ruppichteroth. Im Jahre 1991 wurde durch Spenden ehemaliger Schützenkönige und diver- ser Gönner eine neue Kette für den Schützenkönig angeschafft, da die alte durch die vielen Plaketten zu schwer geworden war. Diese Kette wird seither in einer Vitrine in der Gaststätte Lusa aufbewahrt. Am 4. Dezember 1991 wurde mit finan- zieller Unterstützung der Gemeinde Engelskirchen Geschirr angeschafft, damit bei Veranstaltungen auf Einweg- Geschirr aus Plastik oder Pappe verzich- tet werden konnte. Döstibu_17. 7. Test Plakat:Döstibu_Vorschlag.qxd 26.07.2011 13:21 Seite 46

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