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18 50 Jahre – eine starke Gemeinschaft niemand ahnen, dass sich die erste Feuerprobe schon kaum drei Stunden später einstellte. Die Kuh von August Schmidt begann um 3 Uhr früh zu kalben. Was lag näher, dass die letzten ersten Vereinsgründer, die noch feuchtfröhlich das Ereignis diskutierten, sich als Geburtshelfer betätigten. Wie man sagt, sollen sie gründliche Arbeit geleistet haben, auch im Kühlschrank des erschöpften August Schmidt. Stiefelhagen, den 7.10.1964 1. Schriftführer, gez. W. Ruppel“ Obwohl es nicht eindeutig aus dem Gründungsprotokoll hervorgeht, wurde am 2. Oktober auch eine Vereinssatzung beschlossen. Nach einem ergänzenden Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 6. März 1965 über einen Vereins- austritt in § 3 wurden Satzung und amtierender Vorstand am 6. Januar 1966 ins Vereinsregister 4 VR 491 beim Amts- gericht Gummersbach eingetragen. Derzeit gilt die Satzung vom 20. Januar 1979 in der Fassung der Änderung des § 2 vom 27. Februar 1993. Die erste Jahreshauptversammlung, besucht von 47 Mitgliedern, fand am 6. März 1965 in der Gaststätte Haarmann statt. Vorstandswahlen standen nicht an, da dieser bei der Gründung bis 1966 gewählt worden war. Es ging um Infor- mationen über Geschehnisse seit der Gründungsversammlung, um Ziele für 1965 (Verbesserung einiger Wanderwe- ge, Aufstellung von zehn Ruhebänken und die Sorgen in Stiefelhagen wegen der gemeindlichen Müllkippe und der Abraumhalde der Firma Dörrenberg) und die Vorbereitung des ersten eigenen 1965 Dorffestes im September, weil Gastwirt Haarmann aus gesundheitlichen Grün- den das Fest nicht ausrichten konnte. Vorsitzender Karl Hardt führte dazu aus, dass für eine einwandfreie Organisation wenigstens 21 Männer und 25 Frauen benötigt würden und bat alle Mitglieder um Unterstützung, die auch zugesagt wurde. Erfreut wurde vernommen, dass sich die anfängliche Mitgliederzahl von 28 inzwischen auf 78 Mitglieder erhöht habe. Während die lose Gemeinschaft zwischen 1961 und 1964 nur einmal im Jahr zum Schützenfest auflebte, war mit der Vereinsgründung und dem in der Satzung bestimmten Vereinszweck (§ 2) in einem festgelegten Vereinsgebiet eine permanente Vereinstätigkeit angesagt. § 2 (Zweck und Aufgaben des Vereins) der Satzung lautet: „Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele, insbesondere die Pflege und Unterhaltung öffentlicher Spiel- und Ruheplätze sowie die Förde- rung der Nachbarschaftshilfe durch kulturelle und gesellige Zusammen- künfte der Bewohner der oben genann- ten drei Ortschaften.“ Besonderes Augenmerk galt aber auch der Herrichtung eines Platzes für das Festzelt auf einer Weide unterhalb von Dörrenberg. In dem hängigen Gelände wurde eine entsprechende Fläche planiert und rundherum Holzkonstruk- tionen für Wurst-, Schieß- und Bier- stände errichtet, die dann zum Fest jeweils mit Zeltplanen wetterfest gemacht wurden. Beim ersten Dorffest in Vereinsregie am 4. und 5. September 1965 war wieder- um Hochbetrieb in Dörrenberg. In einem vollen Festzelt waren neben Vertretern des Rates der Gemeinde Ründeroth, an der Spitze Bürgermeister Jeschkeit, dem Bundestagsabgeordneten Fritz Esch- mann aus Gummersbach auch die Schützenvereine aus Ründeroth und Kaltenbach mit ihren Majestäten vertre- ten. Musikalisch wurde das Fest von der Feuerwehrkapelle Marienhagen und am Dorfabend zusätzlich von dem Mädchen- und Frauenchor Wiehlmün- den gestaltet. Schützenkönig wurde gegen 50 Mitbewerber nach 180 Schuss Hans Bertram (Dörrenberg). Die Krönung am Abend vollzog der stellvertretende Bürgermeister Friedrich Kohlhage. Auf Bildern dieses Festes ist der König erstmalig mit einem Hut zu sehen. Über die Anschaffung geben die alten Akten keine Auskunft. Aus den Gründerkreisen ist aber bekannt, dass eine Uniform grundsätzlich abgelehnt wurde. An dieser Einstellung hat sich bis heute nichts geändert. Über den Kauf von zehn Hüten mit Gesteck liegt erstmalig eine Rechnung der Firma Barth aus Waldbröl vom 25. Oktober 1971 über 382,- DM vor. Einige der ersten Hüte sind noch vorhanden und zuweilen im Einsatz. Am Sonntagmittag wurde zur Stärkung der Gäste bereits außer den üblichen Bratwürsten auch Gulaschsuppe ver- kauft. Den Abschluss des Festes bildete der Kehraus am Montagabend, zu dem nur die Mitglieder mit ihren Angehörigen eingeladen waren. Döstibu_17. 7. Test Plakat:Döstibu_Vorschlag.qxd 26.07.2011 13:16 Seite 18

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